Demonstration gegen das Versammlungsgesetz in NRW massiv angegriffen: Unsere Solidarität gegen ihre Repression!

Gemeinsam mit verschiedenen Syndikaten der Freien Arbeiter:innen Union war die Plattform Ruhr heute als Block auf der Demo gegen das geplante Versammlungsgesetz für Nordrhein-Westfalen, das die Versammlungsfreiheit stark einschränken soll, unterwegs. Die Demo wurde immer wieder massiv von der Polizei attackiert, auch momentan noch hat die Polizei jegliches Weiterkommen blockiert. Dutzende Menschen wurden verletzt oder Festgenommen. Unsere Solidarität gilt allen Verletzten und Verhafteten!

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Solidarität mit der Rigaer94!

Seit gestern befindet sich das anarchistische Hausprojekt “Rigaer94” in Berlin-Friedrichshain unter polizeilicher Belagerung und unter medialem Dauerfeuer. Als eine der letzten Überbleibsel der Kämpfe der einstmals starken Berliner Hausbesetzer*innenbewegung ist es dem zunehmend autoritärer agierenden Rot-Rot-Grünen Senat und Innenminister Geisel seit längerem ein Dorn im Auge. Die für heute fällige “Brandschutzbegehung” in der Rigaer reiht sich ein in eine längere Tradition des Kampfes gegen linke Räume der Stadt, der jüngst auch die Liebig34, die Kiezkneipen “Syndikat” und “Meuterei” und der Jugendclub “Potse” zum Opfer gefallen sind. Entgegen gerichtlicher Anordnungen hat sich heute ein Großaufgebot der Polizei Zutritt zu den Räumlichkeiten in der Rigaer Straße verschafft, was gestern und heute durch erbitterten Widerstand beantwortet wurde. Wir verurteilen die Hetze der bürgerlichen Presse und die fadenscheinigen Begründungen für völlig überzogene Polizeieinsätze. Dass vonseiten der Behörden zum wiederholten Male gerichtliche Anordnungen ignoriert werden und polizeiliche Willkür herrscht, überrascht uns allerdings nicht. Diese Behörden sind Elemente der Klassenjustiz und stehen daher niemals auf unserer Seite.

Unser Wunsch nach Freiheit ist stärker als jede Autorität! Rigaer94 bleibt!

Faschistische Angriffe in Lyon: Grenzenlose Solidarität

Am vergangenen Samstag haben etwa 50 bewaffnete Faschisten das anarchistische Buch- und Kulturzentrum “La Plume Noire” angegriffen, das von der lokalen Sektion der Union Communiste Libertaire im französischen Lyon betrieben wird.

Die Faschisten zerstörten am helllichten Tag Teile der Ladenfenster und zogen danach weiter. Videos zeigen, wie sie sich mit lauten Rufen die Straße nehmen.

Dieser Angriff kommt nicht von ungefähr: Lyon ist seit Jahren ein Hotspot der faschistischen Bewegung in Frankreich, immer wieder wurden Genoss*innen und andere Antifaschist*innen Opfer von Angriffen.

Als Anarchist*innen aus aller Welt sagen wir: Schluss damit! Solidarität mit den Betroffenen! Solidarität mit unseren Genoss*innen! Die faschistischen Angriffe vereint zurückschlagen!

Mittlerweile gibt es eine Spendenkampagne, um das Zentrum zu reparieren.

Auch wir rufen dazu auf, für die Genoss*innen zu spenden. Grenzenlose Solidarität in die Praxis umsetzen!

100. Jahrestag des Kronstädter Matrosenaufstands – Erinnern heißt kämpfen! (GER / ENG)

(ENGLISH BELOW)

Heute Nacht vor genau 100 Jahren begann die Revolte der Matrosen auf der vor Petrograd (heute St. Petersburg) gelegenen Marinefestung Kronstadt. Sie richtete sich gegen die sich entwickelnde autoritärkommunistische Parteidiktatur der Bolschewiki in Russland und forderte die Fortsetzung der Räterevolution. Nach kurzer Zeit von den Bolschewiki brutal niedergeschlagen war der Kronstädter Matrosenaufstand die letzte große Erhebung gegen die neuen Herrschenden, die sich gewaltsam an die Spitze der Revolution setzten und somit das Grab dieser Revolution schaufelten.

Anlässlich des 100. Jahrestags des Matrosenaufstandes haben wir mit verbündeten anarchistischen Organisationen aus der ganzen Welt eine Erklärung verfasst, die auf die Ereignisse des März 1921 eingeht und auch erklärt, welche Lehren wir als organisierte, klassenkämpferische Anarchist*innen aus der Geschichte ziehen müssen. Viel Spaß beim Lesen!

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Widerstand gegen Holzraubbau auf Vancouver Island

von: Komitee Klimakämpfe der Plattform

In den letzten Wochen und Monaten war der Kampf um den Erhalt des Dannenröder Forsts innerhalb der Klimagerechtigkeitsbewegung hier bei uns im deutschsprachigen Raum eines der zentralen Themen. Im Danni leisteten über Wochen hunderte, manchmal tausende Menschen Widerstand gegen einen Staat, der die Interessen kapitalistischer Konzerne mit Hundertschaften, Knüppeln und Pfefferspray durchsetzen will. Sie leisteten entschlossenen, direkten Widerstand gegen den Raubbau an der Natur.
Doch der Kampf zur Rettung der Wälder und für die Bewahrung des Planeten findet nicht nur in Hessen statt und auch nicht nur im deutschsprachigen Raum. Überall auf der Welt erheben sich Menschen gegen die Zerstörung der Umwelt und des Klimas und kämpfen für Klimagerechtigkeit und gegen Staat und Kapitalismus.
In einer Reihe von Beiträgen möchten wir in Zukunft auf unseren Kanälen auf diese Kämpfe in anderen Teilen der Welt aufmerksam machen. Beginnen möchten wir diese kleine Reihe heute mit einem kurzen Bericht über die Kämpfe gegen den Holzraubbau auf Vancouver Island in West-Kanada.

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