Zu den Massenkämpfen in Chile

Zweite Mitteilung der Federación Anarqusita Santiago (Chile) – 22.10.2019 – Übersetzung: Pedro Celso (die plattform)

Angesichts der sozialen Explosion in der chilenischen Region erklärt die anarchistische Föderation Santiago:

1) Die Risse des neoliberalen Modells vergrößern sich stetig, die Situation hat alle Eingrenzungsversuche der Regierung überschritten und sich in der ganzen Region ausgebreitet. Nicht nur in den Straßen von Santiago wird protestiert, sondern in allen Gebieten der chilenischen Region haben die Menschen sich erhoben und den Kampf organisiert. Obwohl alles gegen uns steht, wächst der Wille unserer Klasse von Tag zu Tag und wir sind immer zahlreicher in diesem historischen Moment. Die Ausgangssperre wird überall in der Region kontinuierlich herausgefordert, mit massiven Demonstrationen der Unzufriedenheit setzen die Menschen ihren würdigen Kampf fort.

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Wir kommen zur Linken Literaturmesse in Nürnberg!

Nachdem wir im Mai 2019 bei der anarchistischen Buchmesse in Mannheim mit einem Stand vertreten waren, kommen wir dieses Jahr ein weiteres Mal nach Süddeutschland. Vom 1.11. – 3.11.2019 findet in Nürnberg die wohl größte linke Literaturmesse statt. Wir werden mit der “Kollektiven Einmischung” unsere anarchakommunistische Schriftenreihe der plattform im Gepäck haben. Und wie schon zur anarchistischen Buchmesse in Mannheim werden wir euch eine neue Ausgabe dieser Schriftenreihe präsentieren können. Wir freuen uns auf euren Besuch an unserem Stand.

Mehr Infos zur Messe: www.linke-literaturmesse.de

Solidarität mit Rojava!

Am vergangenen Mittwoch (09.10.2019) startete der militärische Angriff türkischer Truppen sowie islamistischer Banden, inklusive Daesh (»IS«), auf Nordsyrien. Um diese Invasion Nordsyriens gegenüber den EU-Ländern durchzusetzen, droht Erdogan der EU, die ca. 3,6 Millionen dort untergebrachten Geflüchteten nicht weiter zurückzuhalten, sollte sein Angriff auf Nordsyrien als Besatzung oder Invasion verurteilt werden. Natürlich stellt der Angriff der Türkei eine Invasion mit dem Ziel der Besatzung dar.

Wir empfinden die Menschen nicht als Bedrohung, sondern heißen sie solidarisch willkommen.

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FIGHT FOR FUTURE!

(Aufgrund aktueller Entwicklungen leicht verspätete)
Soligrüße vom Aufbaukongress der plattform an den Hambacher Forst, alle besetzten Wälder und alle beherzten Kämpfer*innen für Klimagerechtigkeit!

Letztes Wochenende fand der erste Aufbaukongress der plattform statt. Wir haben über unsere Grundsätze und unsere Strukturen diskutiert – und natürlich auch über mögliche aktuelle Kämpfe, an denen wir uns beteiligen wollen.

Neben Stadt-/Mietenkämpfen und feministischen Streiks standen die letzten Jahre insbesondere der Einsatz für Klimagerechtigkeit im gesellschaftlichen Fokus – auch in unserem. Aktivist*innen der plattform haben sich etwa bei den Klimastreiks, der Verteidigung der Hambacher Forst Besetzung und bei Ende Gelände eingebracht.

Die Zeit drängt, die ökologische Katastrophe wird immer unaufhaltsamer. Es ist absolut fahrlässig, auch nur noch einen Baum für klimaschädlichen Bullshit wie Kohletagebaue, neue Autobahnen oder Flughafenausbauten zu fällen. Direkte Aktionen sind dem gegenüber mehr als legitim – wichtig ist Widerstand auf allen Ebenen. Dazu gehören auch die Waldbesetzungen.

Der Erfolg im Hambacher Forst hat Schule gemacht und neue Besetzungen inspiriert. Einige, die durch die Repression zerstört wurden (Trebur) oder politischen Erfolg erzielten (Eppenberger Wald); und andere, wo das noch nicht entschieden ist: Etwa die Waldbesetzung Osterholz bei Wuppertal oder der Dannenröderwald bei Marburg.

Auch der Hambacher Forst, um den es im letzten Jahr ruhiger geworden ist, ist nach wie vor massiv bedroht. Die Kante ist bis zu 20-30m auf den Waldrand vorgerückt. Der Bagger ist Tag und Nacht im ganzen Wald zu hören. Trotz aller Gerichtsurteile, trotz aller offiziellen Empfehlungen gräbt RWE dem Hambi weiter das Grundwasser ab und etliche Bäume sterben. Der Dreckskonzern scheint einen Weg gefunden zu haben, den Wald doch noch zu vernichten.

Diese riesige Scheiße muss aufhören. Wir denken, es ist an der Zeit, dass die Klimagerechtigkeitsbewegung die Aufmerksamkeit, die sie derzeit genießt, und ihre momentane Stärke einsetzt, um den Hambacher Forst zu unterstützen – den Ort, an dem sie dank weit über eines halben Jahrzehnts Dauereinsatz der Besetzer*innen ihren ersten, großen Sieg hierzulande erreicht hat. Auch die anderen Waldbesetzungen können mehr Solidarität gut gebrauchen!

Also, ab gehts, auf gehts: @ende gelände @fridays for future @extinction rebellion @fossil free Deutschland @350.org uvm.

Die Besetzungen erreicht ihr hier:

waldstattasphalt.blackblogs.org  (facebook, twitter, instagram)
osterholzbleibt.org (facebook, twitter, instagram)
hambacherforst.org (facebook, twitter, instagram)

Alle Kraft und Liebe der Welt den Waldbesetzer*innen!
Kampf den Konzernpalästen, Friede den Baumhäusern!
Alle Wälder bleiben – RWE enteignen! – und zwar entschädigungslos!

– die plattform, Anarchakommunistische Organisation

#Kein Fussbreit!

Am 09.10. ist in Halle erneut das geschehen, wovor Antifaschist*innen immer gewarnt haben: Der Rechtsruck entlädt sich im Pogrom. Mindestens ein faschistischer Mörder (spätestens seit dem NSU gibt es genug Gründe bei solchen Einzeltäternarrativen vorsichtig zu sein) hat eine Synagoge, einen jüdischen Friedhof und einen Döner-Imbiss angegriffen.

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