Solidarität mit der Jugendbewegung in Frankreich

Solidaritätserklärung und Übersetzung des Statements der Union Communiste Libertaire vom 18.10.26
In den letzten Wochen sind in Frankreich hunderttausende Menschen gegen die Kürzungspolitik der Regierung auf die Straße gegangen. Ausgehend von Schüler:innen-Protesten vor allem in Arbeitervierteln, die die miserablen Bedingungen durch Unterfinanzierung an ihren Schulen anprangerten, hat sich daraus eine kämperische und breite landesweite Jugendbewegung entwickelt. Am vergangenen Samstag schlossen sich in ganz Frankreich über 800.000 Menschen den Protesten an!
In Solidarität mit den Menschen in Frankreich blockierten vergangene Woche auch in Deutschland Schüler:innen ihre Schulen – so in Hamburg, Berlin und München. Denn auch hier bekommt die Jugend die Folgen der Kürzungspolitik bereits zu spüren. Seit Monaten organisieren sich Schüler:innen bereits gegen Militarisierung und Kriege. Sie sehen, dass dieser Staat sich nicht für ihre Interessen einsetzt, sondern seine eigenen Interessen in der internationalen Konkurrenz durchsetzen will.
Frankreich, Chile, Indien, Albanien, Marakko, Brasilien, Italien, Deutschland. Die Liste der Länder, in denen gerade massenhaft Menschen für bessere Lebensbedingungen und gegen Kürzungen, Unterdrückung und Militarisierung auf die Straßen gehen, ist lang. Wir unterstützen die Protestierenden und wir rufen auf: Bauen wir diese Bewegung weiter aus! Organisiert euch für eure Interessen an Schule, Betrieb, Uni oder in der Nachbarschaft!
Es folgt ein Statement unserer Schwesternorga Union Communiste Libertaire (UCL) vom 18.10.26 zu den Schüler:innen-Protesten, das wir übersetzt haben. Darin solidarisieren sie sich mit der Jugendbewegung in Frankreich, lehnen den Versuch der Regierung ab, die Bewegung nach dem Aktionstags am 17.10. zu spalten, und rufen zu mehr Organisierung und Zusammenarbeit in der Bewegung sowie einem Generalstreik auf.

„Solidarität mit der Jugendbewegung in Frankreich“ weiterlesen

Tod eines Faschisten in Lyon: Antifaschismus ist dringender denn je

Im Folgenden teilen wir die Übersetzung des Statements unserer französischen Schwesterorganisation UCL zur aktuellen Situation in Frankreich.

Statement vom 17. Februar 2026 der Union Communiste libertaire

Nach dem Tod eines faschistischen Militanten in Lyon versuchen die extreme Rechte und ihre Verbündeten, dieses Ereignis auszunutzen, um den Antifaschismus zu kriminalisieren. Gleichzeitig verurteilt die institutionelle Linke lediglich „jegliche Gewalt” in allgemeiner Form. Mehr denn je müssen wir zusammenstehen, um die Dringlichkeit des antifaschistischen Volkskampfes und die Notwendigkeit zu bekräftigen, dass unsere Klasse sich gegen die Gewalt der extremen Rechten verteidigen kann.

„Tod eines Faschisten in Lyon: Antifaschismus ist dringender denn je“ weiterlesen

Im Gedenken an die Ermordeten der kurdischen Freiheitsbewegung! Am 11. Januar auf nach Paris!

Am 9. Januar 2013 wurden mitten am Tag im Zentrum von Paris die drei kurdischen Aktivistinnen Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez mit jeweils drei Kugeln in den Kopf ermordet. Eine Reihe an Beweisen deutet darauf hin, dass dieses Attentat durch den türkischen Staat und seinen Geheimdienst veranlasst wurde. Der verhaftete Täter verstarb kurz vor Beginn des Mordprozesses in Paris.

„Im Gedenken an die Ermordeten der kurdischen Freiheitsbewegung! Am 11. Januar auf nach Paris!“ weiterlesen

Gemeinsam voran: Bericht vom UCL-Sommercamp

Vom 11. bis zum 18. August fand das diesjährige Sommercamp unserer Schwesterorganisation Union communiste libertaire (UCL) in der südfranzösischen Region Aveyron statt. Wie die Jahre zuvor füllte ein breites Programm die gesamte Woche. Mit über 150 Teilnehmenden aus allen Teilen Frankreichs sowie aus Belgien war das Camp ein Ort des Zusammenkommens der ganzen Föderation. Auch wir als Plattform waren dieses Jahr wieder mit einer Delegation vor Ort, die Genoss:innen aus fünf unserer Lokalgruppen umfasste. „Gemeinsam voran: Bericht vom UCL-Sommercamp“ weiterlesen

Bericht von Pariser Gedenkdemonstration: Die ermordeten Kämpfer:innen der kurdischen Freiheitsbewegung sind unvergessen!

Am Samstag, dem 6. Januar, hat in Paris die jährliche Großdemonstration der kurdischen Freiheitsbewegung in Erinnerung an die Opfer der Attentate von 2013 und 2022 stattgefunden. Weit über 10.000 Menschen aus ganz Europa kamen zusammen, um den Ruf nach Wahrheit und Gerechtigkeit für Sakine, Leyla, Fidan, Evîn, Mîr und Abdurrahman zu erheben. Sie zogen in einem langen Demonstrationszug vom Gare du Nord zum Platz der Republik.

Auch wir haben in diesem Jahr an der Demonstration teilgenommen. Aus fünf Lokalgruppen reisten Mitglieder der Plattform an. Vor Ort reihten wir uns in den schwarz-roten Block unserer Schwesterorganisation Union Communiste Libertaire ein. Dieser sammelte sich am Ende des Demozuges und machte von Anfang an mit Trommel und Megafonen kräftig Stimmung. Lautstark wurde auf Französisch und Deutsch die internationale Solidarität, die Verbindung der Kämpfe gegen Unterdrückung in Rojava und Palästina sowie die Notwendigkeit einer sozialen Revolution und Vertreibung aller imperialistischen Mächte aus der Region betont. Ein großes zweisprachiges Banner machte unsere gemeinsame Perspektive klar: Frauenbefreiung, Selbstverwaltung, Revolution!

Es ist diese Perspektive, die wir als Anarchist:innen mit dem demokratischen Konföderalismus und seiner gesellschaftlichen Umwälzung in Rojava teilen. Auch in Zukunft werden wir daher fest an der Seite der kurdischen Freiheitsbewegung stehen und ihre Ermordeten nicht vergessen.

Es lebe die internationale Solidarität!
Şehîd namirin!