Solidarität mit der Rigaer94!

Seit gestern befindet sich das anarchistische Hausprojekt “Rigaer94” in Berlin-Friedrichshain unter polizeilicher Belagerung und unter medialem Dauerfeuer. Als eine der letzten Überbleibsel der Kämpfe der einstmals starken Berliner Hausbesetzer*innenbewegung ist es dem zunehmend autoritärer agierenden Rot-Rot-Grünen Senat und Innenminister Geisel seit längerem ein Dorn im Auge. Die für heute fällige “Brandschutzbegehung” in der Rigaer reiht sich ein in eine längere Tradition des Kampfes gegen linke Räume der Stadt, der jüngst auch die Liebig34, die Kiezkneipen “Syndikat” und “Meuterei” und der Jugendclub “Potse” zum Opfer gefallen sind. Entgegen gerichtlicher Anordnungen hat sich heute ein Großaufgebot der Polizei Zutritt zu den Räumlichkeiten in der Rigaer Straße verschafft, was gestern und heute durch erbitterten Widerstand beantwortet wurde. Wir verurteilen die Hetze der bürgerlichen Presse und die fadenscheinigen Begründungen für völlig überzogene Polizeieinsätze. Dass vonseiten der Behörden zum wiederholten Male gerichtliche Anordnungen ignoriert werden und polizeiliche Willkür herrscht, überrascht uns allerdings nicht. Diese Behörden sind Elemente der Klassenjustiz und stehen daher niemals auf unserer Seite.

Unser Wunsch nach Freiheit ist stärker als jede Autorität! Rigaer94 bleibt!

Vortragsreise durch Brandenburg

Unsere letzte Vortragsreise ist mittlerweile über ein Jahr her.

Grund genug bei geringen Coronafallzahlen und gutem Wetter den Sommer für eine neue Tour zu nutzen. Diesmal verschlägt es uns in ein Bundesland, welches ausgenommen von Finsterwalde, bislang nicht besucht wurde. Da Brandenburg also bisher sträflich vernachlässigt wurde, werden wir bei vorerst drei Veranstaltungen unsere Föderation vorstellen. Mit ein wenig Glück kommen weitere Orte hinzu. Zuerst verschlägt es uns nach Strausberg. Strausberg verfügt seit vielen Jahren über eine lebendige linksradikale Szene. Eigene Aktivitäten wie auch ein verstärkter Zuzug aus dem nahe gelegenen Berlin sorgen für eine spannende Mischung. Die Region Cottbus hingegen bewahrheitet einige Klischees über Brandenburg. Die bundesweit bestens organisierte Naziszene macht es anarchistischen Kräften schwer, sich in der Region zu entfalten. Gleichzeitig ist die Gegend in den letzten Jahren aufgrund der in der Lausitz stattfindenden Braunkohlegewinnung in den Fokus der Klimabewegung geraten und auch in anderen Bereichen wird versucht die Situation zu verbessern. Die stärksten anarchistischen Bestrebungen lassen sich in der Landeshauptstadt Potsdam finden. Insbesondere in den letzten Jahren haben engagierte Anarchist:innen mit den anarchistischen Tagen, der neu gegründeten FAU Sektion und weiteren Projekten der anarchistischen Bewegung Auftrieb gegeben.

Anarchistische Bildungsveranstaltung in Lützerath

Nahe des kleinen Dörfchens Lützerath im Rheinland finden seit vielen Monaten ökologische Kämpfe gegen den fortschreitenden Kohleabbau statt. Die anarchistische Bewegung war an vielen Stellen Teil dieser Kämpfe. Vom 11. bis zum 13. Juni soll nun an der Mahnwache in Lützerath eine anarchistische Bildungsveranstaltung stattfinden, zu der verschiedene Teile unserer Bewegung einen Beitrag leisten werden. Neben Vorträgen verschiedener FAU Syndikate, werden auch wir mit unserem Vortrag zum Anarchafeminismus dabei sein.

Wir freuen uns, euch zu sehen und hoffen auf spannende Tage beim “Schwarz-roten Input an der Kante”!

8. März – Heute raus auf die Straße gegen Patriarchat, Kapitalismus und alle Formen der Unterdrückung!

Der 8. März ist seit über 100 Jahren der Tag, an dem Frauen*, queere Menschen und all ihre profeministischen Verbündeten – alle die sich für eine Überwindung des Patriarchats einsetzen – auf die Straße gehen, um ihre Stimme zu erheben und für ihre Rechte und ihre Selbstbefreiung zu kämpfen. Auch 2021 gibt es immer noch mehr als genug Gründe, um dem Patriarchat offensiv entgegenzutreten. Denn auf der ganzen Welt sorgt die Corona-Pandemie dafür, dass unsere Bewegungsfreiheit massiv eingeschränkt wird. Während das für alle Menschen eine große Belastung ist, sehen sich Frauen*, Inter-, Nonbinary-, Transpersonen und Agender (FINTA*) dadurch besonderen Gefahren ausgesetzt. Denn der Rückzug in die eigenen vier Wände – wenn er überhaupt möglich ist – bedeutet für Frauen* und Queers, dass ihnen noch mehr unbezahlte Haus- und Carearbeit zugeschoben wird. Gleichzeitig steigt die Gefahr, Opfer von patriarchaler Gewalt zu werden. Dass die Bedrohung real ist, zeigen die ungebrochen hohen Zahlen von Femiziden in allen Regionen der Welt. Das Patriarchat war schon vor der Pandemie ein tödliches Unterdrückungsverhältnis, deren Gefährlichkeit im letzten Jahr nur noch zugenommen hat.

Also lasst uns heute gegen dieses Patriarchat auf die Straßen gehen, lasst uns einen kämpferischen Feminismus nach draußen tragen, der Brücken schlägt zu den Kämpfen anderer sozialer Bewegungen und der klarmacht, dass auch 2021 unsere Forderung lauten muss:

Nieder mit Patriarchat, Staat und Kapital!

Jahresrückblick 2020

Rückblick auf das 2. Jahr unserer Organisation

Heute ist es genau zwei Jahre her, dass wir die Gründung unserer Organisation die plattform offiziell bekannt gegeben haben. Diesen zweiten Geburtstag wollen wir als Anlass nehmen, um zurückzublicken auf ein spannendes Jahr 2020 und um einen Blick nach vorne zu werfen auf die kommenden Kämpfe und den weiteren Aufbau der Organisation.

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